Klaipéda international Cup 2017

Bereits zum zweiten Mal nahmen Dresdner Sportler am international Cup in Klaipéda teil. Die litauische Stadt liegt an der Ostsee und ist eine der größten Städte Litauens. Der Wettkampf selbst fand auf einem schönen Platz auf der kurischen Nehrung statt.

Der Wettkampfmodus ist die olympische Runde. Hier wird eine Qualifikationsrunde ausgetragen, welche 2 Durchgänge á 36 Pfeilen auf einer Distanz von 70 Metern (Recurve), bzw. auf 50 Metern (Compound) umfasst. Anhand der Platzierung wird im Anschluss die Zusammenstellung der K.O.-Runden erstellt.

Die zugelassenen Bogenklassen sind Recurve, Compound und Barebow (Blankbogen).

 

Aus unserem Verein starteten:

  • Swantje Lerch (Compound)
  • Paulius Sakalas (Recurve)
  • Holger Braun (Recurve)
  • Enrico Pauli (Recurve)

Während der Wettkampf für uns ein reiner Freundschaftswettkampf war, ging es für die Litauer um die Aufstellung des Nationalkaders, welches an der Bogensport-Weltmeisterschaft in Mexiko teilnehmen darf.

Der Wettkampf

Der Wettkampf fand an zwei Tagen statt. Die Qualifikationsrunde am Samstag und die Finals am Sonntag.

Am Samstag hatten wir Glück mit dem Wetter. Trotz angesagtem Regen blieb es warm und trocken, während sich klarer, blauer Himmel und Sonne minütlich mit dicken Wolkendecken abwechselten. Der Platz ist durch Wälder sehr gut vor Wind geschützt, weshalb gute Ergebnisse möglich waren. Ungewohnt für uns war der Aufbau des Platzes.

In Deutschland ist es üblich, dass alle Schützen auf einer gleichen Schießlinie stehen, während die Scheiben in unterschiedlichen Entfernungen aufgestellt werden. In Litauen war dies anders herum. Die Scheiben standen auf einer Linie, während die Schützen versetzt standen. An dieses seltsame Bild konnten wir uns während des Einschießens gewöhnen. Am Ende des Tages standen somit gute Qualifizierungsplätze für unsere Sportler auf den Zetteln.

 

Am Sonntag folgte dann das Final-Schießen im K.O.-System. Regen und sehr lange Pausen zwischen dem Einschießen und den gewerteten Matches machten uns einen Strich durch die Rechnung. Unsere Recurver schieden jeweils im ersten Match aus, Swantje mit dem Compound setzte sich immerhin besser gegen die männliche Konkurrenz durch und schaffte es in das Match um die Bronze-Medaille.

 

Insgesamt war der Wettkampf eine gute Erfahrung und dient uns als Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften, welche in den nächsten Wochen anstehen. Nächstes Jahr werden wir wieder dabei sein.

Kurz zum "Drumherum"

Den Kontakt haben wir dank unseres Sportsfreund Paulius, welcher Litauer ist und an der TU Dresden arbeitet. Dank ihm konnten wir den Aufenthalt mit einer Erkundungstour Litauens verbinden, welche viele neue Perspektiven und Einblicke in das Land bot.

 

Der eigentliche Wettkampfort liegt in Smiltyne auf der kurischen Nehrung in Sichtweite des Hafens von Klaipéda. Es hatte schon einen besonderen Flair, Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Frachter entlanggleiten zu sehen, während man selbst den Bogen in der Hand hält.

Der Platz gehört zu einem Sportcampus und verfügt über mehrere Gebäude mit Schlafmöglichkeiten. Das war für uns natürlich perfekt. Morgens aufstehen, die Scheiben sehen... und ein paar Sportlern beim Schießen zusehen, während wir selbst gemütlich frühstückten... und nach dem Wettkampf am weißen Ostsee-Strand entspannen.